Das Curriculum können Sie hier als PDF herunterladen.

Das Formular für die Bewerbung und die Anmeldung für ein Auswahlgespräch finden Sie hier.

Das AsysTh-Ausbildungsinstitut ist ein Tochterinstitut des istob-Zentrum für Systemische Therapie, Supervision und Beratung e.V. in München. Wir kooperieren eng mit Misit e.V. München, die ebenfalls in ihrer Tradition auf eine über 30-jährige Entwicklung und ein reiches Spektrum an Wissen und Erfahrung zurückblicken. Wir vermitteln Theorie und Praxis systemisch-konstruktivistischer Haltungen und Methoden für unterschiedliche psychosoziale Arbeitsfelder. In unserer Ausbildung „Systemische Psychotherapie“ bilden wir zukünftige Psychotherapeut*innen aus, die in selbständiger Praxis oder angestellt als Mitarbeiter*innen klinischer oder sozialer Institutionen Therapieprozesse gestalten.

Wir vermitteln systemische, psychotherapeutische Kompetenz durch

  • Feldkompetenz und Vielfalt unseres Referenten*innen: Wir kennen die Herausforderungen der psychotherapeutischen Praxis und inspirieren durch unsere methodische Vielfalt die Auszubildenden ihren eigenen Stil zu finden.
  • Theoretische Fundierung: Wir vermitteln theoretische Grundlagen so, dass sie verständlich und für die jeweiligen Schwerpunkte der Psychotherapie unserer Auszubildenden gewinnbringend sind.
  • Abwechslungsreiche Didaktik und Prozessorientierung: Jede Gruppe ist individuell, jedes Seminar ist anders. Wir nutzen die Ressourcen unserer Auszubildenden und beziehen ihre Erfahrungen in den Seminarprozess ein.

Systemisch: Alles was geschieht, findet in Wechselwirkung statt. Der Fokus von Psychotherapie liegt somit nicht ausschließlich auf dem Individuum, sondern auf den Beziehungen zwischen den Personen, in deren jeweiligen Kontexten und im innerpsychischen Geschehen von unterschiedlichen Anteilen. Dies führt zu völlig neuen Fragen und Ideen.

Konstruktivistisch: Jeder Mensch und jedes soziale System beobachtet die ‚Wirklichkeit‘ nach eigenen, für sich selbst relevanten Kriterien. Somit gibt es keine „objektive Wahrheit“. Psychotherapeut*innen kennen die „Wirklichkeit“ ihrer Patient*innen nicht besser als diese selbst. Diese „Haltung des Nicht-Wissens“ regt Patient*innen an, eine eigene, neue Wirklichkeit zu konstruieren.

Lösungsorientiert: Lösungsorientierung fokussiert darauf, was (bereits) funktioniert, was eine wünschenswerte Zukunft ist und was hierfür im eigenen Einflussbereich liegt. Das bringt Menschen und soziale Systeme dazu, sich in die von ihnen gewünschte Richtung zu entwickeln.

Ressourcenorientiert: Jeder Mensch und jedes soziale System besitzt eine  unermessliche Vielzahl an Ressourcen, Fähigkeiten und Potentialen: einen inneren Schatz. In herausfordernden Situationen und bei psychischen Erkrankungen kann es dazu kommen, den Zugang zu diesen Ressourcen zu verlieren. Es entsteht ein „Problem“, ein Symptom, eine Erkrankung. Systemische Psychotherapeut*innen denken und handeln in Dynamiken – mit Wertschätzung, überraschenden Fragen und einem Blick für Wechselwirkungen. Sie unterstützen Patient*innen bei der Schatzsuche und der Wiederentdeckung ihres inneren Kompasses, also dabei, eigene, individuell passende Lösungen zu (er)finden.

Die hier vorgestellte fünfjährige, berufsbegleitende Ausbildung Systemische Psychotherapie ist so konzipiert, dass Theorie und Praxis in enger Wechselwirkung vermittelt werden. Die konkreten beruflichen Erfahrungen in den Praxisfeldern der Auszubildenden werden laufend aktiv in die Ausbildung mit einbezogen.

Sie stattet die Auszubildenden mit systemischen Handlungsmodellen, Methoden und fundierten professionellen Systemkompetenzen für die psychotherapeutische Arbeit mit den unterschiedlichen psychischen, psychosomatischen Erkrankungen sowie Begleit- und Folgeerscheinungen körperlicher Erkrankungen aus. Daneben wird das prüfungsrelevante Wissen zu anderen psychotherapeutischen Schulen und Ansätzen vermittelt.

In den Seminaren achten wir auf eine kooperative und humorvolle Atmosphäre, in der ein Klima des Lernens und des persönlichen Wachsens in der professionellen Rolle ermöglicht wird.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kann ergänzend bei der Systemischen Gesellschaft (SG) ein Ausbildungsnachweis („Zertifikat“) als „Systemischer Therapeut und Berater“, bzw. „Systemische Therapeutin und Beraterin“ beantragt werden.

Was wir unter Systemischer Psychotherapie verstehen

Unter Systemischer Psychotherapie verstehen wir eine spezielle Form von psychotherapeutischen Prozessen, die in unterschiedlichen Settings, z.B. Einzel-, Familien- und Angehörigengespräche Anwendung findet.

Systemische Methoden und Haltungen werden aus der Praxis für die Praxis gelehrt. Sie stammen aus der Systemischen Familientherapie (z.B. Paul Watzlawick, Virginia Satir, Karl Tomm, Mailänder Schule): Skulpturarbeit, reflexive und zirkuläre Fragetechniken, Externalisierungen sowie aus der lösungsfokussierten Kurzzeittherapie nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg. Daneben werden Embodiment-Ansätze, Methoden aus der Körpertherapie und aus dem hypno-systemischen Ansatz nach Gunther Schmidt vermittelt.

Unterschiedliche Entwicklungen der Systemtheorie bilden hierbei den theoretischen Rahmen.

Methodik und Didaktik

Die inhaltlichen Seminare, Selbsterfahrungsseminare und die Supervisionstage werden von unserem Team aus erfahrenen Lehrenden und psychotherapeutischen Supervisor*innen durchgeführt. Aus verschiedenen Feldern von Psychiatrie und Psychotherapie kommend vermitteln sie ihre unterschiedlichen Stile des systemischen Arbeitens und geben so Anregungen, den eigenen Therapiestil zu entwickeln.

Die inhaltlichen Seminare bauen aufeinander auf. Die systemischen Theorien als Grundlage des psychotherapeutischen Handelns werden anschaulich und konkret vermittelt. Die systemischen Haltungen und Methoden werden praxisnah und transparent demonstriert und die Auszubildenden haben im Anschluss die Möglichkeit, die vorgestellten Methoden selbst praktisch einzuüben. In den Reflexionen über die Übungen werden die Auszubildenden zum Transfer in den eigenen beruflichen Alltag angeregt.

In den Supervisionen lernen die Auszubildenden Diagnosen und Anträge für die KV zu stellen. Sie haben außerdem die Möglichkeit ihre eigene psychotherapeutische Arbeit zu hinterfragen und Anregungen für die Weiter-entwicklung ihres systemischen Vorgehens zu erhalten. Dabei wird von den Supervisor*innen der Fokus auf die Verzahnung des bereits Erlernten und deren Anwendung in der Praxis gelegt.

Die Selbsterfahrungsseminare bieten die Möglichkeit, die eigene Person als wichtiges „Werkzeug“ therapeutischer Arbeit in ihren Verhaltens-, Denk- und Gefühls-Mustern und in ihrem Einfluss auf die eigene professionelle Tätigkeit unter einem systemischen Blickwinkel zu reflektieren und weitere persönliche und professionelle Entwicklungsperspektiven zu erarbeiten.

Unsere Vorgehensweise stimmen wir prozessorientiert mit den Auszubildenden ab und achten auf eine förderliche Lernkultur. Wichtig sind uns Neugierde, Spaß am Lernen und Begeisterung für neue Erkenntnisse.

In den von den Auszubildenden selbst organisierten regionalen Intervisions-gruppen besteht die Möglichkeit, das Erlernte in der gemeinsamen kollegialen Reflexion weiter zu vertiefen und einzuüben und sehr konkret auf das eigene Tätigkeitsfeld zu beziehen.

Mit Hilfe der dokumentierten Praxis wird das psychotherapeutische sowie systemische Denken, die Haltungen und das methodische Vorgehen beschrieben und vertieft.

Die Kursleitung begleitet und unterstützt die Auszubildenden bei ihrem fünfjährigen Lernprozess und bei der Vorbereitung zur Prüfung.

Ziel und Zielgruppe

Das Ziel der fünfjährigen Ausbildung ist, nach dem Bestehen der staatlichen Prüfung, die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut zu erlangen (nach dem Gesetz über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten Psychotherapeutengesetz).

Die Auszubildenden lernen und entwickeln in dieser Ausbildung vertieft und mit ausreichend Zeit für den eigenen Lernprozess Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die erforderlich sind, um

  1. in Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist, und
  2. bei der Therapie psychischer Ursachen, Begleiterscheinungen und Folgen von körperlichen Erkrankungen unter Berücksichtigung der ärztlich erhobenen Befunde zum körperlichen Status und der sozialen Lage des Patienten

auf den wissenschaftlichen, geistigen und ethischen Grundlagen der Psychotherapie eigenverantwortlich und selbständig handeln zu können.

Das bedeutet konkret:

  • Wissen über Störungsbild und Klassifikation, Epidemiologie, Diagnostik, Differentialdiagnose und Komorbidität, Ätiologie und Behandlung psychischer Erkrankungen.
  • Wissen und Verständnis in der Gestaltung von Systemischen Psychotherapie-prozessen sowie der konkreten Umsetzung der einzelnen Phasen: Diagnostik, Planung, Durchführung, Abschluss, Auswertung, Dokumentation und Evaluation.
  • Unterschiedliche therapeutische Settings wie Einzel-, Gruppen-, Familien- und Angehörigengespräche zu planen und kompetent zu gestalten.
  • Haltungen, Methoden und theoretische Hintergründe für das eigene professio-nelle Handeln zu beherrschen.
  • Ein individuelles Rollenverständnis als Systemische Psychotherapeut*in innerhalb klinischer Praxis, psychosozialer Dienste oder für die eigene psycho-therapeutische Praxis zu entwickeln.

Zulassung zur Ausbildung

Voraussetzung für den Zugang zu einer Ausbildung nach Absatz 1 ist

  1. für eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten
  2. eine im Inland an einer Universität oder gleichstehenden Hochschule bestandene Abschlussprüfung im Studiengang Psychologie, die das Fach Klinische Psychologie einschließt und gemäß § 15 Abs. 2 Satz 1 des Hochschulrahmengesetzes der Feststellung dient, ob der Student das Ziel des Studiums erreicht hat,
  3. ein in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erworbenes gleichwertiges Diplom im Studiengang Psychologie oder
  4. ein in einem anderen Staat erfolgreich abgeschlossenes gleichwertiges Hochschulstudium der Psychologie.

Die zuständige Behörde kann auf Antrag eine andere abgeschlossene Ausbildung im Umfang ihrer Gleichwertigkeit auf die Ausbildung nach Absatz 1 anrechnen, wenn die Durchführung der Ausbildung und die Erreichung des Ausbildungszieles dadurch nicht gefährdet werden.

(Siehe Gesetz über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten Psychotherapeutengesetz §5 (2)).

Curriculum

Die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (PP) mit dem Vertiefungsgebiet in Systemischer Psychotherapie und im Umfang von 4.200 Stunden wird als fünfjährige berufsbegleitende Ausbildung angeboten, findet in der geschlossenen Ausbildungsgruppe mit höchstens 16 Personen statt und beinhaltet folgende Schwerpunkte:

  1. Theoretische Ausbildung (600 Stunden)
  2. Praktische Tätigkeit I und II (1.800 Stunden)
  3. Selbsterfahrung (120 Stunden)
  4. Praktische Ausbildung (psychotherapeutische Behandlung in der Instituts-ambulanz) unter Supervision (600 Stunden incl. 150 Stunden Supervision)
  5. Freie Spitze (930 Stunden)

1.Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung umfasst 600 Stunden (71 Seminartage) und findet in Form von 23 dreitägigen Seminaren in einem Zeitraum von fünf Jahren statt. Die Arbeitszeiten sind am ersten Tag von 10:00 – 18:00 Uhr, am zweiten von 09:30 – 18:00 Uhr und am letzten Tag von 09:30 – 17:00 Uhr.

Das Curriculum setzt sich aus den psychotherapeutischen Grundkenntnissen (200 Stunden) sowie aus den Inhalten der vertiefenden Ausbildung in Systemischer Psychotherapie (400 Stunden) zusammen. Im Folgenden die Lehrinhalte in Stichpunkten:

2. Praktische Tätigkeit

Die praktische Tätigkeit umfasst insgesamt 1.800 Stunden à 60 Min. in einem Zeitraum von ca. 18 Monaten.

Davon werden 1.200 Stunden in einer stationären psychiatrischen Einrichtung durchgeführt, die im Sinne des ärztlichen Weiterbildungsrechts zur Weiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie zugelassen ist oder die von der zuständigen Landesbehörde als gleichwertig anerkannt wird.

Die weiteren mind. 600 Stunden können auch in „vom Sozialversicherungsträger anerkannten Einrichtungen der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung“, in der Praxis eines/r Arztes/Ärztin mit einer ärztlichen Weiterbildung in Psychotherapie oder eines/r Psychologischen Psychotherapeuten/in zu absolviert werden.

Wichtig ist, dass nur jene Tätigkeit anerkannt werden kann, die im Rahmen eines Ausbildungsvertrages mit einem Ausbildungsinstitut stattfindet.

Eine Liste der kooperierenden psychiatrischen Einrichtungen wird zu Beginn der Ausbildung an die Auszubildenden zur Verfügung gestellt. Die Auszubildenden können sich dort bewerben. Die Kliniken gestalten das Auswahlverfahren und entscheiden über die Vergabe des Platzes.

Wir gehen zudem gerne Kooperationen mit Einrichtungen ein, die vom Auszubildenden präferiert werden, sofern diese den gesetzlichen Bestimmungen (siehe Psychotherapeutengesetz) entsprechen.

3. Selbsterfahrung

Die Selbsterfahrung beinhaltet 120 Stunden in der geschlossenen Ausbildungs-gruppe und wird in Form von zwei viertägigen und zwei dreitägigen Seminaren in einem Seminarhaus in der Nähe von München durchgeführt. Wir messen der Selbsterfahrung im Rahmen der Ausbildung einen großen Stellenwert bei, da wir davon ausgehen, dass die eigene Person das wesentliche Instrument psychotherapeutischen Handelns darstellt. Der geschützte Rahmen und die wohltuende Atmosphäre laden zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Person ein. Die Unterkunft und Vollpension kostet pro Seminar ca. 400,- bis 450.- € und wird vor Ort von den Teilnehmer*innen selbst bezahlt.

4. Praktische Ausbildung unter Supervision

600 Stunden werden in unserer Institutsambulanz absolviert. D.h. die Auszubildenden sind als Psychotherapeut*innen (unter Supervision) tätig. Hier erfolgt eine Teilvergütung. Darüber hinaus kann die praktische Ausbildung auch in kooperierenden Lehrpraxen (z.B. heimatnah) stattfinden.

Die Supervisionsstunden werden gleichmäßig auf die Behandlungsstunden verteilt (eine Supervisionsstunde nach jeder vierten Behandlungsstunde) und werden in gleichen Teilen bei drei verschiedenen, staatlich anerkannten Supervisoren*innen wahrgenommen.

5. Supervision

Im Rahmen der praktischen Ausbildung sind mindestens 150 Supervisionsstunden zu absolvieren, von denen mindestens 50 Stunden als Einzelsupervision durchzuführen sind. Die Gruppensupervision findet in Kleingruppen à 4 Auszubildenden statt.

Die Supervision ist bei mindestens drei Supervisor*innen abzuleisten und auf die in der praktischen Ausbildung durchgeführten Psychotherapien regelmäßig zu verteilen. Die Supervisionen werden zum einen von den AsysTh-Lehrsuper-visor*innen durchgeführt und zum anderen von kooperierenden Systemischen Supervisor*innen, die die entsprechenden Qualifikationsanforderungen dafür erfüllen. Es ist daher möglich, dass die Auszubildenden eine wohnortnahe Lehrsupervision wahrnehmen können. Zur Anerkennung der Supervision ist ein Kooperationsvertrag zwischen dem/der kooperierenden Lehrsupervisor*in und AsysTh-Ausbildungsinstitut GmbH notwendig.

6. Freie Spitze

930 Stunden (freie Spitze) verteilen sich auf den verpflichtenden Teil:

jeweils mindestens selbst organisierte Studiengruppen (200 Stunden), Literaturstudium (200 Stunden), Vor- und Nachbereitung der Behandlungsstunden und Falldokumentation (300 St.), Zwischenprüfung (15 Stunden), Vorbereitung auf die Abschlussprüfung (100 Stunden).

Darüber hinaus können bis zu 115 Stunden der freien Spitze verwendet werden für die weitere Fachkunde und anderer Ergänzungsqualifikationen, für weitere praktische Tätigkeit, Selbsterfahrung bei qualifizierten Selbsterfahrungsleiter*innen, Supervisionen bei qualifizierten Supervisor*innen, Seminare aus dem Programm des AsysTh-Ausbildungsinstituts oder aus dem Programm anderer anerkannter Institute (nach Antrag), Tagungs- und Kongressteilnahme (nach Antrag).

Prüfung

Nach der ersten Hälfte der Ausbildung wird eine institutsinterne Zwischenprüfung abgelegt. Sie findet als Gruppenprüfung von bis zu vier Personen statt und prüft psychotherapeutische Handlungsmöglichkeiten anhand einer Fallvignette ab.

Am Ende der Ausbildung findet die staatliche Prüfung statt, die in der Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten (PP) mündet. Nach erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung kann beim Landesprüfungsamt ein Antrag auf Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten (PP) gestellt werden (§ 19 PsychTH-APrV). Dies birgt die Erlaubnis mit Erwachsenen und deren Angehörigen psychotherapeutisch zu arbeiten.

Die staatliche Prüfung umfasst einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Die schriftliche Prüfung findet in Form einer zweistündigen Klausur statt. Der Gegenstandskatalog für die schriftliche Prüfung beinhaltet die Grundkenntnisse in den wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren (§ 16, Abs. 1 PsychTH-APrV; siehe www.impp.de). Die mündliche Prüfung besteht aus einer halbstündigen Einzel- und einer zweistündigen Gruppenprüfung von bis zu vier Personen.

 

Die Teilnehmer*innen können darüber hinaus ein Abschlusszertifikat der Systemischen Gesellschaft (SG) erhalten. Hierfür bescheinigt das AsysTh-Ausbildungsinstitut, dass diese Ausbildung alle Inhalte einer SG- anerkannten Therapieweiterbildung umfasst.

Mit der Anerkennung der Systemischen Therapie durch den wissenschaftlichen Beirat für Psychotherapie (WBP) im Dezember 2010 wurde die Möglichkeit der Approbation mit dem Vertiefungsgebiet in systemischer Psychotherapie geschaffen. Im Oktober 2018 hat zudem der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Aufnahme der ST in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen beschlossen, wodurch für die Ausbildungsteilnehmer nach erfolgter Approbation die Möglichkeit besteht mit den gesetzlichen Krankenkassen abzurechnen.

Ausbilderer*innen

Alle Dozent*innen und Supervisor*innen haben langjährige Erfahrung in systemischer Therapie, sowie als Lehrende. Referent*innen mit speziellen Expertise zu einem Fachgebiet ergänzen die systemische Ausbildung.

Die Liste der Dozent*innen und Supervisor*innen erhalten die Auszubildenden zu Beginn der Ausbildung.

Ausbildungskosten

 

*Änderungen der Kosten sind bis zu den Auswahlgesprächen möglich

Weitere Kosten entstehen durch die Unterbringung in Seminarhäusern zu den Selbsterfahrungsseminaren: ca. 400 – 450€ pro Seminar.

Bewerbung

  1. Teilnahme an einer der Informationsveranstaltungen

 

  1. Aus Datenschutzgründen bitten wir die Bewerbungsunterlagen nur per Post an AsysTh zu schicken. (Diese werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Ihre persönlichen Unterlagen werden verschlossen aufbewahrt und Ihnen am Ende der Ausbildung wieder ausgehändigt.)

 

Für die schriftliche Bewerbung sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • Anmeldeformular zum Auswahlgespräch (siehe unten)
  • Lebenslauf (tabellarisch)
  • Persönlicher Lebenslauf (ca. 2-4 Seiten):
  1. Wann, in welche Familiensituation wurden Sie geboren?
  2. Wievieltes von wie vielen Kindern (Geschlecht der Geschwister) sind Sie?
  3. Beruf und soziale Stellung der Eltern sowie deren Beziehung zueinander, zu den Kindern und unter Umständen zu anderen wichtigen Bezugspersonen.
  4. Wie entwickelte sich Ihre persönliche Beziehung zu Mutter, Vater, Geschwistern und anderen wichtigen Bezugspersonen?
  5. Wie war Ihre soziale, berufliche, persönliche und spirituelle Entwicklung?
  6. Welche Krisenzeiten und Krankheiten haben Sie durchlebt – und wie sind sie damit umgegangen bzw. haben sie diese gemeistert?
  7. Waren Sie einmal in psychiatrischer Behandlung?
  8. Was sehen Sie bei sich als Stärken und Schwächen, wie zufrieden beziehungsweise unzufrieden sind Sie in Ihrem Leben mit Beziehung, Freundschaften, Partnerschaft, Freizeit, Arbeit, etc.?
  9. Selbsterfahrung: Welche Erfahrung haben Sie mit Psychotherapie, Selbsterfahrungsgruppen, Meditation oder ähnlichem?
  • Motivation und Zielsetzung für die Ausbildung:
  1. Was motiviert Sie zur Teilnahme an gerade dieser Ausbildung?
  2. Welche Anwendungsmöglichkeit für das Gelernte sehen Sie in Ihrem Arbeitsfeld?
  3. Was erwarten Sie von sich, den Lehrerinnen und Lehrern, der Lerngemeinschaft und dem Veranstalter?
  4. Was bringen Sie in die Gruppe ein?
  • Eine amtliche Kopie der Diplomurkunde/Master, aus dem das Vertiefungsfach Klinische Psychologie hervorgeht.
  • eine kurze Darstellung, wie Sie die zeitlichen und finanziellen Belastungen der Ausbildung organisieren möchten
  • Eine Kopie eines Fotos aus jüngerer Zeit.
  • Kopien der Zeugnisse von Praktika oder Berufstätigkeiten; ggf. Nachweise über bisherige psychologische/psychotherapeutische Ausbildungen

 

Bitte senden Sie das Formular und die Unterlagen unterschrieben zu:

per Post: AsysTh-Ausbildungsinstitut GmbH

Brahmsstr. 32, 81677 München

per Mail: info@asysth.de

Nach Eingang und Sichtung Ihrer Bewerbungsunterlagen und in Abhängigkeit des Ergebnisses erhalten Sie eine Einladung zu einem Auswahlgespräch (ca. eine Stunde). Die Auswahl der Auszubildenden werden nach Maßgabe der genannten Voraussetzungen, der persönlichen Eignung und der zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze getroffen.  Bei mehr als 16 geeigneten Interessent*innen entscheidet der Eingang der Bewerbungsunterlagen.

Anmeldung

Bitte nutzen Sie für die Bewerbung und die Anmeldung zum Auswahlgespräch das Anmeldeformular am Ende des Curriculum oder laden Sie es hier herunter.

Das Curriculum können Sie hier als PDF herunterladen.

Das Formular für die Bewerbung und die Anmeldung für ein Auswahlgespräch finden Sie hier.